Review: Strangala – Klañv (Metal / Hardrock)

Beim Anblick des Comic-artigen Coverartworks, würde man niemals auf die Idee kommen, was für eine Art von Musik die Herren Steven Le MoanThomas Coïc, oder kurz Strangala da machen, denn es wirkt wie das Artwork von so manch einer Punk Truppe. Zwar bestizt die Musik ein paar fröhliche Elemente, aber Klañv, meinen Strangala in der Tat bitter ernst. 

Wenn man das erste Kapitel auf dem Opus anschmeißt, merkt man das Strangala eine ambitionierte Band ist, die sich sorgfältig Gedanken um eine vernünftige Soundcollage gemacht haben. So sind bluesige Gitarren, progressiv wirkende Arrangements und eine Mundharmonika (zumindest hört es sich für den nicht allwissenden Rezensenten so an) fester Bestandteil der musikalischen Kreation, die zunächst gar nicht so wirkt, wie das Cover aussieht, sondern eher nach Country meets Powerrock. Oder eher um es mal so umzuschreiben:  Strangala vereinen in ihrer aussagekräftigen Musik, elemente des psych rock, stoner, black metal, Celtic und folkrock mit einem kleinen Spritzer experimental Jazz. Musikliebhaber dieses Genres werden die Band und ihr aktuelles Album Klañv lieben, soviel sei euch jetzt schon mal gesagt. Hent Loar legt in punkto Heavyness ne ordentliche Schippe drauf und rumpelt durch sein schleppend-langsames Tempo nur dahin. Strangala wissen was sie tun, Einheitsbrei ist nichts für diese Band bei der für jeden was dabei ist. Der Sänger stellt sich ebenfalls als Volltreffer heraus, der die perfekte stimmliche Begleitung für Strangala verkörpert. In diesem Song, der etwas nach Gothic Rock klingt, bekommt ihr es mit Bittersüßen Streichern und knallharten Metalriffs zu tun. Düster ist das Stichwort, wenn man die hervorragende Gitarren und Bass Arbeit auf dieser Platte beschreiben sollte. Fingerfertigkeit und Talent, sowie ein Händchen für das gewisse Extra das Songs wie N’eus ket dremmwel hiviz gegeben wird, sind auch Begriffe, die man gerne und guten Gewissens zur Bewertung dieser Langrille benutzen kann. Bei dem Titeltrack Klañv, kommt der Black Metal Einfluss von Strangala gut zur Geltung. Ein raffiniertes Arrangement, die feinsten Bass- und Gitarrenriffs, kombiniert mit Dudelsack und Synthesizern, machen diesen Titel zu einem würdigen Haupttrack Um den Aufbau des Songs für euch zu beschreiben Auf die RUHE, folgt der STURM, auf diesen Ruhe und dann ein Hurricane. Chapeau! Der mächtige bluesige Anstrich auf Jan, kommt echt geil daher, allerdings hat der Song irgendwie Schwächen hinsichtlich der Zusammensetzung. Der Gesang ist etwas stark im Hintergrund gehalten, spielerisch ist er aber auf einem High-Level. Marv int ar martolode klingt wie der Soundtrack aus einem Horrorfilm und zeigt irgendwie auch Einflüsse des Horrorpunk. Geigen, Disto. Gitarren und Melodien, die das beste vom besten sind, machen diesen Titel ebenfalls zu einem Hit und zum Grande Finale, geben Strangala mit An Ankou` hag ar vo noch einmal alles. Auch wenn dieser Song zunächst etwas „anstrengend“ wirkt, kann auch er am Ende gefallen

Fazit 9,5 von 10 : Ein Rock Album der düsteren, härteren Gangart an dem Fans von harter Rockmusik, aber auch Gothic ihre wahre Freude haben werden. Ausgewogene Arrangements, eine fast immer überzeugende Produktion und klasse Ideen, sind die Grundvoraussetzung, dass man ein Album eher beachtet, als belächelt. Alle Kriterien sind hiermit erfüllt und Strangala seien euch empfohlen, auch wenn die Sprache der Songs weder Deutsch noch Englisch ist

Review von Philipp – Philipp@She-Wolf.eu

Internet:

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