Review: V For Violence – Vol 2. The Book Of V (Metal / Gothcore)

Zugegeben, ich persönlich habe mit erhalt der Promo, das erste mal etwas von V For Violence gehört. Genauso wie Slipknot einst ein großes Fuck You in Richtung Metalszene gebrüllt haben, so wollen V For Violence es mit ihrer Musik in der Gothic Szene tun (So liest sich zumindest die Kurzbeschreibung) Was hierbei rausgekommen ist, ist ein mörderisch guter Mix aus Metal und Gothic, beziehungsweise Goth-Core, den wir uns in unserer freundlich-fröhlichen Plattenbesprechung mal etwas genauer zu Gemüte führen werden.

Was hier aus den Boxen kommt, ist ja mal derbe abgefahren, dass man eigentlich nur Lauter drehen möchte. Bässe und Gitarren sind sehr Tief gehalten, die Vocals Aggressiv (Aber nicht im Growl, sondern aus der Brust raus in voller stärke). Die Riffs, welche bei dem Opener The Hatred Saint von V For Voilence ausgewählt wurden, könnten nicht mitreißender sein. Die Drums knallen richtig, sind aber nicht Dominant. Zweifelsohne ist der Mix des Albums, Glasklar und trotz des Drucks nicht übertrieben auf Loudness-War gemasterd. Leichte Keyboards unterstreichen die harte, Hoffnungslose (Im positiven Sinne!) Stimme. Ein perfekter Mix aus Metal und Gothic wird hier dabgeboten. Die tiefen Töne des Bassisten (Von wem auch sonst?) sind Simultan mit den Gitarren und auch wenn sie sich nahtlos in den Mix einfügen, bilden sie mit zusammen mit dem aggresiven fetzigen Drummer, der sein Instrument gradlinig spielt, ein perfektes, Grundgerüst. Der Sound der Drums wirkt ein wenig elektronisch, aber man merkt, dass es sich hierbei um ein akustisches Drumkit handelte. Als ob das nicht genug wäre: gibt euch mal die Stimme des Sängers, könnte man denken, dass es sich hierbei wieder um das typische, Graf-Dracula-Tief-Gesinge handelt, so irrt ihr euch. Wie angedeutet, macht der mit einer aggressiven Shout-Stimme mächtig Laune. Hier kommt mal etwas zusammen, dass sich abheben kann. Der Flair von Industrial-Metal, ist V For Violence unabdingbar.

The Downfall Part 1 – To Feel Alive, macht da weiter, wo der Opener aufgehört hat. Anders als der erste Titel, handelt es sich hierbei um einen gigantischen Mid-Tempo Track, der pretty, pure bloody pretty ist. Nach einer kurzen, simplen aber effektiven Einleitung, aus Gitarren, Bass und Drums, wird es im Verse fast schon liebevoll Still. Ein liebliches, toll gespieltes Klavier begleitet euch bis zum abermals beinharten Refrain. Auch in der Disziplin der ruhigeren Passagen, macht der Mann am Mikrofon bei V For Violence eine gute Figur. Weiterhin ist dieser Industrial-Metal / Gothic-Core Track doch im großen und ganzen ein bitterböses Gothic-Core Lied, bei dem man euch raten kann, auf die kleinen Elemente zu achten, die den Ohnehin schon starken Titel noch so richtig den letzten Schliff verpassen. Die Atmosphäre, welche V For Violence auf diesem, zweiten Album verströmen, ist unanfechtbar! Das hier ist wirklich guter Gothic der härteren Sorte.

Und auch bei dem Dritten Titel, wenn man die bisherigen Songs miteinbezieht, Never Enough, könnte man mit todsicherer Wahrscheinlichkeit wirklich niemals genug von dem rauen, steifnackigen Sound und der Musik von V For Violence bekommen. Verrückte Gitarren, die wirken wie ein Alarmsignal, lassen zunächst scheinheilig den Mantel des Schweigens darüber, dass bei dem Industrial-Metal-Track es in wenigen Sekunden wieder so richtig zur Sache geht. Die elektronischen Elemente und Soundeffekte, geben hier einem Song, der nur so nach Power riecht, die gewisse Vollendung. In Begleitung mit einem zielstrebigen Schlagzeug, dass hier und da auf Double-Bass Drums setzt und durch einen geilen Text, sowie die mörderisch-gute Arbeit von Gitarristen und Bassist, und vor allem energischen Sänger nur so nach Headbangen schreit. Ein mitreißendes Spektakel aus Gothiccore und fettem Industrial Metal ist das, was diese Band hier abliefert und dafür kann man sie nur Zelebrieren. Meine Wenigkeit feiert diesen kompromisslosen, Aggressiven, verstörenden Sound sehr. Ein altes Radio bildet die ersten Sekunden aus Like It Like That und geht flüssig in die pure Stereokraft über. Die Gitarren und Bässe betonen hier weitgehend den Rhythmus und werden im Refrain wieder zum derben Rocker, der euch den Atem nehmen wird. Die Keyboards im Hintergrund, sind hier im Wechsel zwischen Gitarre und Bass und die Wirkung geht voll und ganz auf! Auch dieser Song kann, trotz der eingängigen Strukturierung voll und ganz überzeugen. Ein wenig an Static-X erinnern mich V For Violence schon. I Need You eröffnet zuerst, als würde gleich wieder sofort das Gaspedal voll durchgetreten werden. Geile Gitarrenriffs, werden von einer Bassdrum sporadisch begrüßt, nur um dann im Verse nach einem Break ein ruhiges Arrangement Preiszugeben, dass leicht psychotisch und mystisch wirkt, eigentlich sogar klingt dies wie die Melodie aus einem schaurig schönen Alptraum. Im Refrain kommt es dann aber zum Showdown aus der üblichen, aber wiedermal genialen Gothic-Mischung und dem steinstarken Gothiccore Sound, der sich irgendwo zwischen Gothiccore, Industrial-Metal und Schock-Rock befindet. Genauso schockend und Evil ist auch das nächste Stück A Place To Fill, wenn man dies jetzt weiterspinnt und es auf den Sound bezieht, könnte man meinen A Place To Fill with Your Corpse. Die Band geht hier weiter ab. Tanzbarer Beat, Fingerfertigkeit an Gitarre und Bass (Die mal wieder gut durchdachte Riffs haben) und diese Keyboards erst: PSycho alter! An spielerischem Talent, Variation und Abwechslung fehlt es V For Violence übrigens genauso wenig, wie an heavyness und kompromissloser musikalischer Kreation und mit den wirbelnden Gitarrenriffs, werden sie euch mit definitiver, absoluter Wahrscheinlichkeit in die Metalpsychose ziehen, aus der ihr nicht wieder ausbrechen möchtet. Mit God On A Trial wiederholen sie die Einleitung, welche sie schon einmal benutzt haben, nur um dann wieder einen lupenreinen Metaltrack abzuliefern, bei dem euch die Gitarren und Bässe ein positives Schleudertrauma verpassen könnten. Die Keyboards, welche unscheinbar im Hintergrund zu hören sind, lassen einem das Blut in den Adern gefrieren, denn sie machen diesen Track wahrlich düster. Die Düstere Stimmung, ist hier ungebrochen, ebenso ist das auch hinsichtlich der Gitarren, Drums, Gesang und Bässen so. V For Voilence stehen für rohe, gute musikalische Gewalt, die voll und ganz ihre Wirkung trifft.

Mit schrillen Tönen und einem Elektrobeat kommt Sodomedia aus den Boxen geschnellt. Die Drums sind hier definitiv elektronisch gehalten. Okay langsam wird mir das selbe, immer gleichklingende Schema von Bass und Gitarre ein wenig überdrüssig, auch wenn es hier wirklich passt wie die die Gitarre zum Verstärker. V For Violence gönnen sich in Punkto Speed keine Verschnaufpause und spielen ihre Instrumente in einer glühend heißen Geschwindigkeit, dass euch das Hirn wegfliegt. Das auch der nächste Titel Not A Word ein geiler Song ist, darüber muss ich hier wohl kein Wort verlieren. Getragen von leicht eingesetzten, düsteren Keyboards, machen V for Voilence im mittleren Tempo weiter und gehen die Sache ein wenig gezügelter an. Dies tut jedoch diesem bombastischen Wunder von Song keinen Abbruch und passt wie die Faust in die Fresse einer homophoben Dumpfbacke. Der Song besticht durch die ungebrochene, fast schon herausragende Leistung der Musiker, einen fesselnden Refrain und das gewisse etwas hinsichtlich des Arrangements. Sicher V For Voilence machen hier keinen mit Elementen überladenen Bombast-Rock, aber wie heißt es so schön? Manchmal ist weniger eben einfach mehr und das kann dieser Song nur bestätigen. What The Fuck, muss man bei der nächsten alptraumhaften, schönen Nummer nicht denken. Der Track besitzt mächtig Groove, sowie ein Flüssiges Ensemble aus ambitionierten Musikern und einem Sänger, der zu dieser Band passt, als sei er für den Posten vom Schicksal dazu berufen worden. Die Riffs sind konstant und schaffen den Wechsel zwischen effektiver einfacher Spielweiße und komplexer Variation.

Zum Abschluss, gibt es dann noch die Fortstezung von The Downfall mit dem Titel Amourgeddon. Zum Grande Finale, kommen liebliche Piano und Streicherklänge zum Einsatz, bevor das spiel ein letztes mal so richtig los geht. Simple, verzerrte Bässe und rockige Gitarren bilden das Fundament, dieses letzten mid-tempo Stampfers, der fast schon liebevoll, hymnisch aus den Boxen in den Hörraum strömt. Natürlich büßen V For Violence nichts an ihrer unverkennbaren Qualität ein und auch wenn der Verse hier wieder ein wenig musikalisch sehr simpel (Aber effektiv) gehalten wurde, glänzt der Refrain in hellen Licht der Inspiration. An und für sich, schließen V For Violence hier ein abgerundetes, ordentliches, zweites Album ab

Fazit 8 von 10 : FÜr Fans von Industrial Metal und Gothic-Core kann ich dieses Werk nur vollstens empfehlen. Ein bisschen was von Marylin Manson und Static-X hat diese Band. Bitte fragt nicht, wie ich darauf komme, es erinnert mich persönlich stark daran. Kaufen!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

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