Review: Concrete Eden – Left (Nu Metal) (TIPP!)

Nu Metal und das aus unserem schönen Heimatland Österreich? Diese Frage mussten wir uns bei Erhalt der Promo zu dieser starken Combo schon stellen. Dies ist jedoch keineswegs negativ gemeint, sondern es überrascht uns einfach, mal etwas neues und ganz Eigenes zu hören. Concrete Eden sind neu und wild und hauchen dem zu unrecht totgesagten Nu Metal Genre mit ihrem Debütalbum Left neues Leben ein. Irgendwann im Jahr 2005 wurde diese Formation aus dem Boden gestampft. Das Quartett um Hannes (drums), Erwin (guitar), Tom (bass)  & Mike (vocals), steht für kompromisslosen New Metal und um euch zu zeigen, was der geneigte Rezensent hier meint, präsentieren wir euch zu Beginn dieser Kritiklektüre gleich etwas Multimedia in Form ihres Videos Gone To Far :

Ehrlich gesagt würde ich diese Band ohne Vorbehalt Fans von Korn oder Limp Bizkit aber auch Core Liebhabern empfehlen. Die leichten Metalcore Elemente, sind wie ihr unschwer auf Gone To Far hören könnt vorhanden. Aber das hier ist im Gesamten verdammt guter Nu Metal. Doch fangen wir der Reihe nach an und kommen nun zu meinem ausführlichen Test. 

Auf Left befinden sich acht Songs von denen Gone To Far nur einer darstellt. Mit 2:47 Minuten eröffnet According To Law, bläst euch der Opener so richtig weg und fast könnte man meinen, hierbei handelt es sich um eine unveröffentlichte Nummer von Fred Durst und seinen Herrschaften von Limp Bizkit. Wer hier jetzt Fake oder Plastic schreit dem sei von meiner Wenigkeit ein trällerndes Shut The Fuck Up! entgegengeschleudert! Denn Concrete Eden bringen endlich mal frischen Wind in das verstaubte Nu Metal Genre. Zwar ist der Vergleich mit Limp Bizkit nicht allzuweit hergeholt, jedoch haben die Mannen genug Kreativität und eigene Ideen, dass man sich dies erlauben kann. Bassist Tom und Gitarrist Erwin legen ein unglaublich geiles Brett ab, das von komplexen Songstrukturen, die von der Beatmachine Hannes ordentlich angefeuert wird. Beatmachine? Ja der Manns ist eine Maschine! Er treibt die Band zu Höchstleistungen an. Verdammt Mike’s Rap und sein Shouting wirken so, als habe er das über die Jahre hinweg perfektioniert. Nein hier sind keine blutigen Newcomer am Werk sondern Könner. Auch der zweite Smasher Chain ist so ein geiler Song, der Nu Metal-Herzen Bangen lässt. Oh my God the Beast ist Back, Ready To Hunt, Ready To Break A Neck. Wie Recht ihr habt Jungs. Wie Recht ihr habt. Concrete Eden schaffen es komplexe Songstrukturen mit kurzen knackigen Songs zu kombinieren und machen sowohl im brutalen Gitarren und Bass Riffing alles perfekt, sondern hauen auch ordentlich ein geiles Paket an Rap’s und Vocals raus. 

Auch in der Disziplin der längeren Songs, machen Concrete Eden eine hammer Figur. Das Riffing und die kurzen, aber effektiven Synthesizer am Anfang von Communication Fails schaffen es mit Leichtigkeit Stimmung aufzubauen. Man fragt sich, was passiert? Hauen die Jungs gleich wieder ordentlich das Schnitzel zusammen, oder geht es hier etwas gediegener zur Sache? Und letzteres ist der Fall. Ein wenig hat dieses Werk etwas von Butterfly und kommt dabei aber umso Frischer und dynamischer um die Ecke, als die eben herangezogene Referenz. Echt jetzt? Nein natürlich nicht. Nach dem genialen Rap, tauchen sie wieder auf die Nu-Metal Bestandteile dieser geilen Metalcore lastigen Köstlichkeit. Vom Riffing gesehen her, ist Communication Fails ein wenig einfacher gestrickt als vorherige Nummern. Aber das ist verdammter Nu Metal. Hier muss es nicht immer das komplexeste Sein. Hier geht es um Gefühl und Stimmung und die bauen Concrete Eden gekonnt auf. Wenn ich jetzt noch lauter drehen würde, würden meine Nachbarn drüben im Blockhaus einen Nervenzusammenbruch kriegen, also versuche ich der Versuchung zu widerstehen. Verspielte elektronische Synthesizer, die minimal zum Einsatz kommen, machen das Arrangement umso spannender und interessanter. Hört man Concrete Eden zum ersten mal, wird man nicht wissen, was hinter der Ecke auf einem wartet. Die Jungs um Frontmann Mike haben so einige Überraschungen in Petto und das ist auch gut so. Die Songs werden nie langweilig und bleiben dem Hörer im Gedächtnis hängen. Auch das zügige Deadly Correct kann über diese Tatsache nicht hinwegtäuschen und zerrt den Hörer regelrecht in den Pogo Wahn. Concrete Eden machen auch diesen Song aus genialer Gitarren und Bassarbeit, flotten Drums und energischem Rap zu einem hingucker äh ich meine Headbanger. No Place To Hide trägt dieser Tatsache mehr als Zeugnis. Die Rhytmusgitarren sind hier wieder Genretypisch. Genretypisch? Ja das sind Concrete Eden. ABER: Sie haben genug Innovation im Paket. Für Gone To Far bitte ich euch etwas nach oben zu scrollen und euch das Video anzusehen. Für mein Befinden, ist dies jedoch nicht der stärkste Song, den Concrete Eden auf Left verewigt haben. Last Boarder ist ein weiteres kleines Meisterstück aus dem Hause Concrete Eden. Der fast schon progressive Aufbau des Songs sorgen für mächtig Spannung Tom und Erwin holen ein Kraftpaket aus ihren Instrumenten heraus. Zusammen mit Drummer Hannes bilden sie die Perfekte musikalische Einheit für Sprachrohr Mike.

Leider ist mit Let Me Out schon alles gesagt und Concrete Eden verabschieden sich schon vom Hörer. Dies tun sie aber nicht, ohne dabei nochmal einen ordentlichen Nu Metal Track im mittleren Tempo rauszuprügeln. Der Refrain ist hier etwas, was euch sofort im Gehör kleben bleibt: Rauer, genialer Nu Metal, trifft auf melodischen Flair. Zum Glück hat jeder Player eine Repeat Funktion.

Fazit : 9 von 10 – Nu Metal’s Not Dead! Jungs und Mädels packt die Skateboardschuhe und die Baggy aus! Hier wird Nu Metal mit genialen politischen Statements verbunden. Ab auf den MP3 Player oder das Smartphone damit und auf’s Skateboard oder in den Moshpit mit euch! Concrete Eden erfinden zwar das Rad nicht neu, beweisen aber dennoch Innovation und hauchen dem todgeglaubten Nu Metal Genre frisches Leben ein. GEIL!

Review von Philipp – Philipp@she-wolf.eu

 


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