Review: Antagonist Zero – No Tears (Catatonic Metal)

Man nehme einen kräftigen Schlag Doom Metal, vermischt diesen mit einer ordentlichen Portion Death, färbt ihn ein in Black-Metal und garniert das ganze kräftig mit Post-Metal und herauskommt: Catatonic Metal und zwar von der Band Antagonist Zero zu belauschen auf ihrer neuen EP No Tears. Wieder einmal aus Schweden, stammt dieses Erfolgsrezept, erdacht und getestet von den Metalköchen, Ville (nein nicht Valo sondern-) Siikanäki, welcher für die Gesänge zuständig ist, Gitarrist und Chorsänger Ben Pakarinen, der sich seine Rolle als Axtmann mit Juho Suokas teilt, Schlagzeuger Jussi Ruokolaien und Fredd Sjöblom, welcher die Erde mit seinen tiefen, vier Saiten erbeben läasst. Das hier vorliegende Werk, hört auf den Titel No Tears und wird von der Band als EP verkauft. Manche Alben erreichen schon diese Spielzeit aber nun gut Denn, öffnen wir den Player und testen, ob das blutende Metallerherz Höher schlägt, oder doch Tränen vergießen wird. 

Die gedrückte Stimmung, welche schon der Opener (übrigens nach der Veröffentlichung benannt) No Tears entfachen lässt, macht wirklich was her. Die Lead-Gitarre, die uns zunächst die Ehre gibt, macht wirklich was her und als Drummer, Bassist, Rhythmusgitarrist und Sänger gleichzeitig, ihre Würze zutun, merkt man, dass es sich hier um eine Death / Doom / Metalproduktion handelt, die ihrem Genre alle Ehre macht. Zuviele Köche verderben den Brei? Wen der engstirnige Death oder Black oder Doom Fan behaupten mag – Nope das trifft hier nicht zu. Die Produktion ist sicher langsam, wie es sich für Doom gehört. Der Guttural-Gesang ist Black vom allerfeinsten und die Gitarren sind so oder so Metal as Hell! Als Wechselspiel von Licht und Schatten, könnte man auch den Wechsel zwischen Guttural- und Klargesängen bezeichnen. Dies gabs zwar schon oft, mag sein und ist auch nicht gerade eine Innovation, trägt hier aber irgendwie ordentlich was zum Flair bei. Genauso beinhart, machen Antagonist Zero mit dem zweiten Titel Profound Oblivion weiter. Doublebass Drums, gehören hier selbstverständlich zum Programm, wie ein gutes Lead-Lick der Gitarre. Bassist und Rhytmusgitarre, bauen ihr Klanggebilde zwar auf sicherem Boden, aber irgendwie wirkt die Nummer derbe schwach, als sei sie einfach eine B-Seite, die es auf die EP gepackt hat. Nein ich male hier den Leibhaftigen freilich nicht an die Wand, so ist der Gesang hinsichtlich des klaren und auch gutturalen wieder einmal perfekt und einen weiteren Pluspunkt macht hierbei die cleane Lead-Gitarre, die zusammen mit Rhytmusriffs von Tiefsaitern und E-Gitarren, eine gute Figur macht und fast schon bluesiges, aber dennoch bedrückendes Feeling versprüht. Jedoch ist gerade bei diesem Song ein wenig zu bemängeln, dass er sich zieht wie Kaugummi und er einem Doppelt so lang vorkommt. Suru klingt, als würden die apokalyptischen Reiter höchstpersönlich in jedem Moment erscheinen. Depressive, schwere, Brutale Heavy-Kost wird in gezogener Geschwindigkeit geboten. Diesmal gibt uns der Klargesang zunächst die Ehre und dies tut er im Verse mit Bass und sparsamer, nicht verzerrter Gitarre, die im Refrain aber wieder mit Donnersturm aus reiner Rauhheit und todsicherer Heavyness platz macht. Der Song ist reine Energie. Nicht zu verachten ist auch die Leistung der Lead Gitarre in top-form und auch hier treffen Cleane Akkordfolgen der Gitarre, auf bis zum Anschlag verzerrte Death / Doom-Metal Kost, die zwar wohlig schmeckt, aber nichts für Leute mit schwachem Magen ist.  Abgesehen von einem qualvollen Schrei, welcher gegen Ende über ein weiteres Intermezzo der Lead Gitarre gelegt ist, muss man bei Suru auf Ur-Böse Growlgesänge verzichten. Weiter haben Antagonist Zero noch 2 Coversongs im Gepäck Missä Muruseni On von Jenni Vartiainen, welches das kürzeste Stück auf dem Album ist, sowie der Song The Lachymal Sleep von Doom VS. Ersterer wurde zumindest aus der Sicht eines Metalfans wirklich genial umgesetzt und ist der Treffer ins schwarze, der ebenfalls wieder aus klaren Gesangen und teilweise ruhigen Elementen besteht, Fans der Originalinterpretin aber dennoch einen Herzinfarkt bescheren könnte. Bei der DoomVS Coverversion Lachymal Sleep, haben Antagonist Zero wieder ganze Arbeit geleistet und das Werk von DoomVS todsicher nicht vergewaltigt, sondern eher geehrt. Hier kommt wieder der dämonische Gutturalgesang zum Einsatz, der alte Omas in Angststarre versetzen könnte. Bis auf die Tatsache, dass der Song dennoch ein wenig schleppend langweilig wird.

Fazit: 7,5 von 10 : Bis auf die 2-3 Negativkritikpunkte, handelt es sich bei No Tears von Antagonist Zero  um eine gute Produktion, dessen verschiedenen Stileinflüsse des Metal man zwar wahrnehmen kann, alles in allem das Werk doch sehr dominant in Richtung Doom Metal geht. Doom Metal-Fans werden Tränen der Freude in den Augen haben, wer hier jedoch eher auf schnellen Death oder Black hofft, der wird enttäuscht sein. Allen anderen lege ich die Platte aber gerne ans Herz

Review von Philipp Gottfried – Redaktion@she-wolf.eu

 Internet:

Antagonist Zero – Offizielle Webseite
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