Newsticker: U2 – die Wahrheit über das „vers(ch)enkte“ neue Album…

Eine Schlagzeile ging vor ein paar Tagen um die Welt: „U2 verschenken via iTunes ihr neues Album!“. Schien ja zuerst alles schön und gut zu sein, bis die Wahrheit ans Tageslicht kam: U2 haben ihr neues Album „Songs Of Innocence“ nicht wirklich verschenkt, sondern haben dafür von Tim Cook (bzw. von Apple) sage und schreibe 100 Millionen Dollar kassiert. Und dafür durften dann 500 Millionen Gratis-Downloads stattfinden. Für alle! Für alle? Naja, das wurde dann zumindest auf Apple-Kunden beschränkt. Kein Apple-Kunde, kein Gratis-Download! Und wer jetzt glaubt, die neue U2-Scheibe ging gratis weg wie die oft zitierten warmen Semmeln, der irrt auch hier: gerademal 33 Millionen Downloads und weil viele das Album wieder löschen wollen hat Apple sogar ein eigens „Lösch-Tool“ auf iTunes gestellt… Frei nach dem Motto „was nix kostet, ist auch nix wert“… Nun, Gutmensch Bono und seine Combo haben mit dieser Aktion aber auch in ein Wespennest gestochen, denn viele Kollegen sind der Ansicht, dass die Kunden/Konsumenten die Wertschätzung an der Kunstrichtung Musik verlieren. Wie dem auch sei, U2 haben ja schon einmal ein Album „verschenkt“ 10350507_835365149829528_2147098268357521552_n(siehe Faksimile nebenan) und habens wieder getan, sie werden nach der regulären Veröffentlichung von „Songs Of Innocence“ trotzdem wieder genug Alben verkaufen und verhungern tun die irischen Millionäre ja auch nicht grade. Dass ihre „PR-Aktion“ derart in dies Hose geht, damit hätten sie wohl nicht gerechnet und dass sich die Kollegenschaft und die Medien derart darüber auslassen, auch nicht. U2 haben längst Heldenstatus, Bono Vox gilt als Vorzeige-Gutmensch, – aber diese Geschichte wird Spuren hinterlassen… So oder so…

Aber lassen wir mal andere zu Wort kommen:

Herbert Grönemeyer: „Ich kenne Bono ziemlich gut, aber als ich das gehört habe, war ich ziemlich geschockt. So eine Aktion von einer so grossen Band, die alle Millionäre sind, ist respektlos gegenüber den hart arbeitenden Kollegen. Gerade in der heutigen Zeit, in denen viele Künstler ums Überleben kämpfen, geht es darum, der Musik wieder einen Wert zu verschaffen. Wir reissen uns den Arsch auf, um ein neues Album zu machen und etwas Schönes zu schaffen. Das sollten die Konsumenten auch schätzen.“

Alexander Beyrodt (Gitarrist, Producer für u.a. The Sygnet, Sinner, Voodoo Circle, Silent Force, Primal Fear…): „Herbert Grönemeyer  nimmt Stellung und spricht mir aus der Seele. U2, was ihr euch da geleistet habt, ist ein Faustschlag ins Gesicht für alle Kollegen, die keine Multimillionäre sind und irgendwie noch versuchen, Alben zu verkaufen. Ihr kassiert 100 Millionen Dollar von Apple und tut so, als ob ihr das Album verschenkt. Was ist das für ein Zeichen an die Konsumenten, verdammt noch mal? Musik hat dank mp3, Downloading und Typen wie euch keinen Wert mehr in den Köpfen unserer Gesellschaft. Ich hätte mehr Fingerspitzengefühl von euch erwartet!“ 

Hamburger Abendblatt: „Apple hat das neue U2-Album „Songs Of Innocence“ kürzlich nicht nur seinen 500 Millionen Kunden geschenkt, sondern auch ungefragt in deren Mediatheken platziert und damit jede Menge Protest ausgelöst. Apple reagiert auf die Kritik zahlreicher iTunes-Kunden und bietet ein Löschwerkzeug für das neue U2-Album an“.

Death Hand Taxes, USA: „Ihr U2-Fans hört auf mit den Postings, wie freizügig eure Lieblingsband ist. Sie haben ihr neues Album nicht verschenkt. Sie wurden von Apple dafür fürstlich bezahlt!“

Newsticker by Tom Proll majortom@she-wolf.eu


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